Bauernregeln

Da es im Moment keine Ankündigungen gibt, möchten wir Ihnen hier jeden Monat alte Bauernregeln in Erinnerung rufen. Erinnern Sie sich?


Bauernregeln für den Oktober:

Oktoberschnee tut Pflanzen und Saaten weh.

Oktobersonne kocht den Wein und füllt auch große Körbe ein.

Oktobersonnenschein schüttet Zucker in den Wein. 

Oktoberregen verspricht ein Jahr voller Segen.

Bringt der Oktober noch Gewitter, wird der Winter meist ein Zwitter.

Hilft der Oktober nicht mit Sonne, so hat der Winter keine Wonne. 

Viel Nebel im Oktober - viel Schnee im Winter.

Ein nebelreicher Oktober begünstigt einen schneereichen Winter. Dies konnte anhand langjähriger Daten mit etwa 60-prozentiger Wahrscheinlichkeit bestätigt werden. Dabei steht die Regel in Zusammenhang mit anderen Bauernregeln, die nach einem warmen und sonnenscheinreichen Oktober einen kalten Winter versprechen. Während solcher Hochdrucklangen im Oktober gibt es morgens oft Nebelfelder. 

Quelle: Wetter.de


Bauernregeln für den September:

Ist der September lind, ist der Winter ein Kind.

Erklärung: Ein milder September zieht in vielen Fällen auch einen milden Winter nach sich. In drei von vier Jahren folgt dann ein insgesamt zu warmer Winter. Vor allem der Februar wird hier mit bis zu 85-prozentiger Wahrscheinlichkeit normal oder leicht zu warm. Dezember und Januar werden in knapp zwei von drei Jahren überdurchschnittlich warm. 

An Septemberregen für Saat und Reben ist es dem Bauern gelegen. 

Nach Septembergewittern wird man im Februar vor Kälte zittern. 

Ein Herbst, der hell und klar, ist gut für das kommende Jahr. 

Fällt im September Schnee in der Alp, kommt der Winter nicht so bald.

Auf einen heiteren und warmen September folgt gern ein trüber und rauer Oktober.

Durch Septembers heiteren Blick, schaut noch einmal der Mai zurück.

Quelle: Wetter.de


Bauernregeln für den August:

Der August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben.

Augustdonner hat die Kraft, dass er viel Getreide schafft.

Im August wenig Regen kommt dem Bauern gelegen.

Auf einen nassen August fürwahr, folgt Teuerung im nächsten Jahr.

Bringt der August viel Gewitter, wird der Winter kalt und bitter.

Fängt der August mit Hitze an, bleibt auch lang die Schlittenbahn.

Erklärung: Liegt die mittlere Höchsttemperatur in der ersten Augustwoche bei 25 Grad oder darüber, ist die Anzahl der Tage mit einer Schneedecke im kommenden Winter überdurchschnittlich hoch. Das zeigen auch neuere statistische Untersuchungen

Quelle: Wetter.de


Bauernregeln für den Juli:

Juliregen nimmt den Erntesegen.

Im Juli will der Bauer lieber schwitzen, als untätig hinterm Ofen sitzen.

Juli recht heiß, lohnt sich Mühe und Schweiß.

Im Juli warmen Sonnenschein, macht alle Früchte reif und fein.

Erhöhen die Ameisen im Juli ihren Bau, wird sicherlich der Winter rau.

Wie’s Wetter an St. Margaret (13.7.), dasselbe noch vier Wochen steht.

Hat Margaret (13.7) keinen Sonnenschein, so kommt das Heu nicht trocken rein.


Bauernregeln zu Siebenschläfer:

Wie das Wetter sich am Siebenschläfertag  verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.

Wenn die Siebenschläfer Regen kochen, dann regnet’s ganze sieben Wochen.

Der Siebenschläferregen, der bringt dem Lande keinen Segen.

Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne.

Diese Bauernregeln verdanken ihren Namen einer alten Legende und haben nichts mit dem gleichnamigen Nagetier zu tun. Sieben junge Christen, die Schläfer von Ephesus, wurden während der Christenverfolgung zur Herrschaftszeit des Kaisers Decius (249-251) in einer Berghöhle nahe Ephesus lebendig eingemauert. Statt zu sterben, schliefen die Männer der Legende nach 195 Jahre lang, erwachten am 27. Juni 446 und bezeugten den Glauben an die Auferstehung der Toten. Somit ist der Siebenschläfertag auch ein Gedenktag für die sieben Schläfer von Ephesus.

Die Siebenschläfer Regel ist bei uns eine der bekanntesten Bauernregeln. Vor allem für Süddeutschland ist die Bauernregel recht  zutreffend. Meteorologischen Statistiken zufolge treffen die Vorhersagen zum Siebenschläfer in Deutschland zu 62 bis 70 Prozent zu. In Süddeutschland sind es sogar 65-75 Prozent. Sie bewahrheitet sich in etwa zwei von drei Jahren. Allerdings kann der Siebenschläfertag, (27. Juni), nicht allein als Kriterium herangezogen werden, sondern man muss den Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli betrachten. Berücksichtigt man die Gregorianische Kalenderreform liegt der entsprechende Zeitraum sogar erst am 7. Juli. Insbesondere zeigt sich, dass eine Wetterumstellung in dieser Zeit eine Erhaltungstendenz über mehrere Wochen hat. Dies gilt im Prinzip für alle Wettertypen, die sich um den Monatswechsel einstellen. Geht beispielsweise eine warme Hochdrucklage zu Ende und vom Atlantik ziehen mehrere Tage lang Regengebiete heran, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die unbeständige Witterung etwa sieben Wochen anhält. In vielen Jahren tritt dann erst im August wieder eine längere hochsommerliche Witterungsperiode auf. Wenn sich nach einem verregneten Juni zum Ende des Monats dagegen warmes Sommerwetter einstellt, besteht berechtigte Hoffnung, dass das schöne Wetter mit nur kurzen Unterbrechungen bis in den August anhält. 

Quelle: Wetter.de


Bauernregeln für den Juni:

Wenn kalt und nass der Juni war, verdirbt er meist das ganze Jahr.

Soll Feld und Garten wohl gedeihn, dann braucht's im Juni Sonnenschein.

Juni, feucht und warm, macht keinen Bauern arm.

Zur Monatsmitte im Juni kommt es häufig zu einer großräumigen Wetterumstellung. Warmes Sommerwetter geht zu Ende und es folgt eine kühle Westwindwetterlage mit zeitweiligen Regenfällen. Im Volksmund wird diese 'Schlechtwetterphase' als Schafskälte bezeichnet. Sie stellt sich häufig zwischen dem 10. und 20. Juni ein. Der Wind dreht dabei auf nordwestliche Richtungen. Die Schafskälte gehört zu den so genannten meteorologischen Singularitäten. Dabei tritt während einer relativ engen Zeitspanne besonders häufig die gleiche oder eine ähnliche Wetterlage auf. 

Quelle: Wetter.de


Bauernregeln für den Mai:

Ist der Mai kühl und nass, füllt's dem Bauern Scheun' und Fass.

Trockener Mai - Wehgeschrei, feuchter Mai bringt Glück herbei.