Besuch bei den Bienen - 08.07.2022

Am Freitag, 08.07.2022 waren die Landfrauen zu Gast bei der Imkerei Guber. Gleich bei Ankunft in ihrem Bienengarten wurden wir herzlich mit Kaffee und Hefezopf empfangen.

Die rund 30 Personen besuchten in Kleingruppen 4 verschiedene Stationen, an denen sie mehr über die Imkerei, deren Produkte und Verarbeitung erfuhren. Wir erhielten interessante  Einblicke in einen Bienenstock, wie dieser aufgebaut ist, wie der Honig- vom Brutraum getrennt wird und die Aufgaben der Königin. Weiter ging der Rundgang zu Honigschleuder im Gartenhaus, dem größten Highlight. Wir erfuhren was alles notwendig ist, um Honig abgefüllt in Gläser zu kaufen. Jeder Teilnehmer erhielt eine kleine Kostprobe des frisch geschleuderten Honigs. Bei der dritten Station am Sonnenwachsschmelzer wurde die Wachsgewinnung erkundet. Bei der letzten Station bestand die Möglichkeit, die kostbaren Bienenprodukte wie Honig, Bienenwachskerzen im Weckglas, Propolisspray oder Bienenwachstücher zu kaufen.  

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde noch eine Rote Wurst vom Grill serviert.

Ganz besonders freute uns, dass wir einige neue Gäste, sowie auch Kinder, für die Veranstaltung begeistern konnten. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Ein herzliches Dankeschön an die gesamte Familie Guber für den wunderschönen und informativen Nachmittag.

Rückblick Vortrag 23.06.2022

„Wie verschlafe ich pünktlich“

Ein voller Saal erwartete Frau Dipl. Psych. Sabine Eller, Somnologin und Leiterin des Schlaflabors am Robert-Bosch-Krankenhaus in Stuttgart letzten Dienstag im Bürgerhaus. Offenbar haben wir mit diesem Vortrag ein großes Interesse geweckt, denn das Thema Schlaf ist bei vielen Menschen ein Problem. 

Langes Wachliegen, Aufwachen zwischen zwei und drei Uhr oder viel Schlafen und dennoch wie gerädert sein, Schnarchen und Atempausen, wer kennt dies nicht!

Gleich zu Anfang erfuhren wir interessanter Weise: in Gruppen schlafen ist besser als alleine schlafen – je einsamer jemand ist, desto mehr Schlafstörungen hat man. 

Wir hören auch, dass den ganzen Tag über ein Rhythmus wie eine wellenförmige Linie die auf und ab geht, durch unseren Körper geht, Frische und Müdigkeit wechseln sich ab. So ist es ein Trugschluss, dass man abends automatisch müde wird. Im Gegenteil, ab ca. 18 Uhr kommt nochmals eine Hochphase und man ist oft frischer als am Morgen.

Es gibt kurze schläfrige Abschnitte, sogenannten Schlaffenster, die alle eineinhalb bis zwei Stunden aufgehen. Nicht für lange Zeit, sondern nur ca. 10-15 Minuten. Dann sollte man sich bereit halten, den Schlaf kommen zu lassen. Und nicht etwa noch Aktionen im Bad oder für den nächsten Tag starten.

Manchmal spüren wir die Schlaffenster gut, z. B. in Zeiten, in denen der Trubel nicht so groß ist. Wir fühlen dann, wie eine kleine Schwäche und Schläfrigkeit durch uns zieht und wir uns hinlegen könnten. Wenn wir aber dem Schlafbedürfnis nicht nachgeben (können), vergeht das nach wenigen Minuten wieder und wir scheinen von selbst etwas frischer zu werden. Deshalb ein wichtiger Tipp:

Wenn Sie merken, Achtung jetzt kommt die Schläfrigkeit wie das Trittbrett eines altmodischen Paternosters angefahren, springen sie drauf, beziehungsweise ins Bett. Jetzt ist die Chance, einzuschlafen in den nächsten Minuten am besten. Lernen Sie, dass das logisch ist. So ist unser Körper gebaut. Halten Sie sich deshalb an Regelmäßigkeiten:

Stehen Sie täglich ziemlich genau zur gleichen Zeit auf und finden Sie nach oben beschriebener Beobachtung den günstigen Punkt des Schlaffensters am Abend.

Manche verbringen Stunden auf dem Sofa mit „Vorschlafen“ oder Dösen. Das ist schlecht, weil es den notwendigen Schlafdruck raubt. Sofaschlaf muß absolut tabu sein! Aufstehen, wenn der Sofaschlaf kommen will oder gleich ins Bett gehen! Mittagsschlaf ist allenfalls in Kurzform erlaubt, das heißt nicht länger als 10 oder höchstens 20 Minuten.

Menschen, die sehr differenziert sind, leiden häufiger an Schlafproblemen. Es sind gerade diejenigen, die am aufmerksamsten in ihrem Umfeld nach allem schauen, tatsächliche Probleme von Ferne wittern und fast zu einem Perfektionismus bei der Erledigung ihrer Alltagsaufgaben streben. Das scheint zwar eine große Gabe zu sein, wirkt sich auf den Schlaf aber schlecht aus.

Auch Rituale helfen manchem, von der Spannung des Tages „runterzukommen“. Also abends Kleinigkeiten, die sowieso notwendig sind, oder die man mag, auf gleiche Weise wiederholen. Auch Progressive Muskelentspannung oder das Autogene Training ist empfehlenswert. Medikamente scheinen oft kurzfristig zu helfen. Länger als drei Wochen sollten jedoch bestimmte Schlafmittel (sog. Benzodiazepine) nicht genommen werden.

Auch gut zu wissen: Alle drei Nächte schlafen erfahrungsgemäß selbst schlechte Schläfer immer wieder ganz ordentlich.

Wir hätten Frau Eller noch stundenlang ihrem sehr informativen und interessanten Vortrag zuhören können. Der Schlaf und was noch alles damit einhergeht, ist ein großes Feld und deshalb werden wir Sie nochmals zu uns einladen.